Öffentliche vs. private IP-Adressen – Der komplette Leitfaden zu IP-Adresstypen


Öffentliche vs. private IP-Adressen

Was ist eine öffentliche IP-Adresse?

Eine öffentliche IP-Adresse ist eine IP-Adresse, auf die über das Internet zugegriffen werden kann. Ähnlich wie eine Postadresse verwendet wird, um Post an Ihr Zuhause zuzustellen, ist eine öffentliche IP-Adresse die weltweit eindeutige IP-Adresse, die einem Computergerät zugewiesen wird. Ihre öffentliche IP-Adresse finden Sie auf der Seite „Was ist meine IP-Adresse“.

Öffentliche IP-Adressen werden von Internetdienstanbietern (ISPs) verwendet, um den Internetzugang zu ermöglichen. Wenn Sie im Internet surfen, wird Ihre öffentliche IP-Adresse an den Webserver übermittelt, damit dieser weiß, wohin er die angeforderten Daten senden soll.

Was ist eine private IP-Adresse?

Eine private IP-Adresse ist ein von InterNIC zugewiesener Adressraum, der Organisationen ermöglicht, ihr eigenes privates Netzwerk aufzubauen. Es gibt drei IP-Blöcke (1 Klasse A, 1 Klasse B und 1 Klasse C), die für die private Nutzung reserviert sind. Die Computer, Tablets und Smartphones in Ihrem Zuhause sowie die PCs innerhalb einer Organisation erhalten üblicherweise private IP-Adressen.

Auf einen Computer, dem eine private IP-Adresse zugewiesen ist, kann nicht direkt aus dem Internet zugegriffen werden. Eine private IP-Adresse wird verwendet, um Computer und Geräte innerhalb desselben Netzwerks miteinander zu verbinden. So finden Sie beispielsweise in Ihrem Zuhause mehrere Geräte mit IP-Adressen, die mit 192.168.xxx.xxx beginnen. Dies sind private IP-Adressen.

Bereiche privater IP-Adressen

Folgende IP-Blöcke sind für die private Nutzung reserviert:

  • Klasse A: 10.0.0.0 bis 10.255.255.255 (10.0.0.0/8)
  • Klasse B: 172.16.0.0 bis 172.31.255.255 (172.16.0.0/12)
  • Klasse C: 192.168.0.0 bis 192.168.255.255 (192.168.0.0/16)

Wie öffentliche und private IP-Adressen zusammenarbeiten

Wenn Sie sich mit dem Internet verbinden, verwendet Ihr Router (oder Gateway) Network Address Translation (NAT), um Ihre private IP-Adresse in eine öffentliche IP-Adresse zu übersetzen. Dadurch können sich mehrere Geräte in Ihrem privaten Netzwerk eine einzige öffentliche IP-Adresse teilen.

So funktioniert es:

  1. Ihr Gerät hat eine private IP-Adresse (z. B. 192.168.1.100)
  2. Ihr Router hat sowohl eine private IP-Adresse (z. B. 192.168.1.1) als auch eine öffentliche IP-Adresse (die von Ihrem ISP zugewiesen wird)
  3. Wenn Sie eine Webseite anfordern, übersetzt Ihr Router Ihre private IP-Adresse in seine öffentliche IP-Adresse
  4. Der Webserver antwortet an die öffentliche IP-Adresse
  5. Ihr Router übersetzt die Antwort zurück in Ihre private IP-Adresse

Wichtige Unterschiede

Aspekt Öffentliche IP-Adresse Private IP-Adresse
Reichweite Weltweit eindeutig, aus dem Internet erreichbar Nur lokales Netzwerk
Zuweisung Wird vom ISP zugewiesen Wird vom Router/Netzwerkadministrator zugewiesen
Kosten In der Regel kostenpflichtig Kostenlos
Sicherheit Dem Internet ausgesetzt Durch NAT geschützt
Bereich Jede gültige IP-Adresse Nur reservierte Bereiche
Verwendung Internetkommunikation Kommunikation im lokalen Netzwerk

Sicherheitsaspekte

Private IP-Adressen bieten eine zusätzliche Sicherheitsebene, da sie nicht direkt aus dem Internet zugänglich sind. Aus diesem Grund verwenden die meisten Heim- und Büronetzwerke private IP-Adressen für interne Geräte. Der Router fungiert als Gateway und Firewall und kontrolliert, welcher Datenverkehr zwischen dem privaten und dem öffentlichen Netzwerk fließen darf.

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